Ausstellung  „Groteske Komödie Lodovico Ottavio Burnacini“

THEATERMUSEUM Palais Lobkowitz, Wien

7. Oktober 2020 bis 12. April 2021

Masken in vielen Funktionen

Fällt das Wort „Maske“, denkt man in Zeiten der Pandemie vor allem an die Schutzfunktion. Dies traf auch auf die Masken der frühen Neuzeit zu. Die Masken der >Doktoren der Pest< z.B. ließen durch ihre überlangen Nase gebührenden Abstand zu den Kranken und Toten wahren. Doch noch wichtiger war der symbolische Schutz der Masken, denn sie bewahrten wandernde Komödianten vor der Härte ihres Berufs in der weiten Welt, fern von zu Hause, und das Publikum vor Langeweile. Masken standen für Geselligkeit und Humor, sie waren ein Inbegriff der Aufgeschlossenheit, doch indem sie das Antlitz ihrer TrägerInnen verdeckten und diese mithilfe der Kostüme in Grotesken verwandelten, schufen sie auch eine gewisse Distanz – der Auftritt maskierter Figuren begeisterte, flößte aber zugleich Ehrfurcht ein. Gerade im Widerspruch zwischen Kontakt und Abstand, Nähe und Ferne, Ähnlichkeit und Differenz zur überzeichneten Welt der Maske kommt die Ironie der Komödie am stärksten zur Geltung: hier wird ein Raum der Wiedererkennung eröffnet, in dem die Wirklichkeit absurd und das Abwegige real erscheinen. Burnacinis Zeichnungen zeigen, dass er diese Effekte gut kannte: Er war in der Tat ein Meister der grotesken Komödie.

In der Ausstellung werden auch Masken von Uwe B. Sleytr gezeigt. Sie dienen als Beispiel für die künstlerische Ausdrucksweise und Visualisierung der unvorstellbaren Zukunft eines von der Menschheit selbstinduzierten evolutionären Geschehens. Durch ihre suggestive Wirkung haben sie das Potential tiefe archaische Ebenen unseres Bewusstseins anzusprechen und Fantasien anzuregen.

Link: Die Kunst der Maske

Vernissage in der Galerie „Kunstraum Wien Mitte“
16. Dezember 2019
Film zur Vernissage (von Dagmar Renée Ritter)

Gottfried von Einem Fest „Melos und Logos“

15. Juni 2019, Festvortrag „Synthetische Biologie und Evolution“ mit Ausstellung in der Kirche zur Heiligen Katharina in Maissau-Oberdürnbach.

EXHIBITION “ SYNTHETIC BIOLOGY AND EVOLUTION“
10. Mai 2019  Feierliche Sitzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien
 
EXHIBITION “ HUMAN NATURE –  THE ART OF SUSTAINABILITY“
4 – 5. April 2019  AUSTRIAN ACADEMY OF SCIENCES,   VIENNA
 
ABAUT THE EXHIBITION: POST-HUMAN SCULPTURES; BOTANICAL PRINCIPLES
AND THE LAST WHALE
Mankind leaves its footprint not only on earth but also on itself. The way humanity sees the world and perceives itself determines how both will evolve. The Anthropocene changes our nature and the nature around us. The relationship between humanity and nature is at the center of outstanding works of art shown on the occasion of the international symposium ”Global Sustainable Development Goals in a Mediatized World”
(April 4–5, 2019) at the Austrian Academy of Sciences.
 
In his sculptures, the nano-biotechnologist and member of the Austrian Academy of Sciences, Uwe B. Sleytr, reflects the next stages in the evolution of life on earth. Anna Artaker, artist and member of the Young Academy, questions the status of images in the digital era by revisiting the technique of nature printing developed in the 19th century. And floating under the ceiling in the Academy’s baroque festive hall is a humpback whale constructed with plastic waste by pupils from Vienna. A reminder of the damage that plastics are causing in our oceans.

 

Makro-Mikro Podcast ÖAW

Youtube Link Synthetic Biology and Art

 

PROTEINS & PEPTIDES 2018 CONFERENCE STRUCTURE FUNCTION AND BIOTECHNOLOGY, 23 – 26 July 2018

University of Geneva
Centre Mèdical Universitaire Faculte de Mèdicine

 

Artistic Reflections on Synthetic Biology and Evolution – the essay provides a summary of the second part of a talk on “Passion for Science of S-layer Protein and Art” given at the Proteins and Peptides Conference, 23 July 2018 in Geneva

 

FROM SYNTHETIC BIOLOGY TO ART – Art at the HUB, Opening 31. Jannuary 2018, Complexity Science HUB Vienna

 

„MASKS – OR FACES WITHOUT HEADS“

opening remarks by Dr.phil. Alexander Damianisch – he is director of the Zentrum Fokus Forschung and head of the department Support Art and Research at the University for Applied Arts Vienna

 

Link to Science HUB Vienna

 

Plenary Lecture and Presentation of Art Work – Eröffnungsvortrag beim Symposium „Visualisierung“ der ARGE „Kulturelle Dynamiken“ der Österreichischen Forschungsgemeinschaft
11. – 12. Jänner 2018  Sky Lounge der Universität Wien, „Von der Synthetischen Biologie zur Kunst“

Mit der „Synthetischen Biologie“ (SB) entwickelt sich gegenwärtig eine interdisziplinäre Wissenschaftsdisziplin, die bezüglich der Methoden, den Zielsetzungen, den Perspektiven und Visionen in mehrfacher Hinsicht einen Paradigmenwechsel einleitet. Obwohl das gesamte Potential der SB noch hochvisionär erscheint, wird sie den Menschen zum ersten Mal auch einen gezielten Eingriff in den seit etwa 3,7 Mrd. Jahre dauernden Evolutionsprozess ermöglichen. Systemimmanent ergeben sich damit auch verstärkt bioethische Fragen und Risikodiskussionen. Es wird versucht, aus einer persönlichen Betrachtung heraus, dei SB in eine künstlerisch visionäre Form zu übersetzen.

NATURE ANIMÉE#2 Exhibition 19. – 24. April 2017, Vienna, Gallery Peithner-Lichtenfels

“Synthetic Biology and Evolution”

Sculptures of baked clay gilded with gold leaf from Uwe B. Sleytr

Fossil findings and molecular biology data allow a fairly precise reconstruction of the evolution of life forms including that of humankind in its present manifestation. Nevertheless, this accumulated data and knowledge do not allow any prediction of the future of evolutionary events. In the sculptures gilded with leaf gold the multiple sense organs, such as the eyes and the noses, the components of the skeleton, or changes in skull dimensions emblematise the non-predictable self-induced evolution of humans despite the input and application of synthetic biology and gene editing. The splashed sculptures and the dynamic distorted images of the sculptures in mirror foils symbolize snapshots of crucial trial and error events during a biological evolution driven by humans. At the same time, although being part of such a process, the results are unimaginable and incomprehensible due to human intellectual limitations. Thus, synthetic biology, including gene editing, alerts us of the time–limited existence of humankind.

Ausstellung „Von der Synthetischen Biologie zur Kunst“
Otto-Mauer-Zentrum, Vienna, 21. November 2016

Mit der „Synthetischen Biologie“ (SB) entwickelt sich gegenwärtig eine interdisziplinäre Wissenschaftsdisziplin, die bezüglich der Methoden, den Zielsetzungen, den Perspektiven und Visionen in mehrfacher Hinsicht einen Paradigmenwechsel einleitet. Obwohl das gesamte  Potential der SB noch hochvisionär erscheint, wird sie der Menschheit zum ersten Mal auch einen gezielten Eingriff in den seit etwa 3,6 Mrd. Jahre dauernden Evolutionsprozess ermöglichen. Systemimmanent ergeben sich damit auch verstärkt bioethische Fragen und Risikodiskussionen.  Es wird versucht, aus einer persönlichen Betrachtung heraus, die SB in eine künstlerisch visionäre Form zu übersetzen.

Forum Zeit und Glaube / Kath. Akademikerverband Wien

Otto-Mauer-Zentrum
Währinger Straße 2-4; A-1090 Wien

Opening Lecture at the „Second International Conference: Proteins and Peptides; Structure, Function and Biotechnology“

22. – 25. July 2016, University Geneva

„S-Layer lattices in Nanobiotechnology and Uncommon Arts“

One of the key challenges in nanobiotechnology is the utilization of self-assembly systems, wherein molecules spontaneously associate into reproducible aggregates and supramolecular structures. In this contribution we describe the basic principles of crystalline bacterial surface layers (S-layer) and their use as patterning elements for generating more complex supramolecular structures involving all major classes of biological molecules.

With my more recent artwork fundamental and unanswered questions related to synthetic biology are addressed.

Vernissage and Exhibition „Kopfexperimente“ im Kunstraum Dr. David, 1. April 2015

Vernissage „Kunst und Wissenschaft“, Universität für Bodenkultur Wien, 2. Juli 2015

 

Opening remarks by Prof. Welan – Einführende Worte des Altrektors der Universität für Bodenkultur Wien,
Em. o.Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Manfried WELAN

 

Ausstellung der Werke in der Aula der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; 15. Mai 2013

Feierliche Sitzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften am Mittwoch, den 15.Mai 2013 im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Festvortrag „Synthetische Biologie: Eine Technologie auf der Basis der Bausteine des Lebens“ Uwe. B.Sleytr
Im Rahmen der Feierlichen Sitzung erfolgte eine Ausstellung der Werke des Festredners in der Aula der Österreichischen Akademie. 

Link zu Festvortrag (Youtube Video)

Synthetic Biology“ Symposium anlässlich der Feierlichen Sitzung der ÖAW 14. Mai 2013

Vernissage „Kunst am Bau“ an der Universität für Bodenkultur Wien, 8. März 2010

Anläßlich der künstlerischen Gestaltung des Gebäudes Muthgasse III, VIBT (Vienna Institute of Biotechnology) Bilder „Zyklus Evolution und Verbreitung des Wissens“

Vergoldete Tonskulpturen von Uwe B. Sleytr, Farbschüttungen mit Fritz Simak

Fossilienfunde und molekularbiologische Erkenntnisse ermöglichen eine immer genauere Rekonstruktion der Evolution von Lebensformen. Eine davon abgeleitete Vorhersage der Weiterentwicklung des Lebens ist jedoch kaum möglich. Die vergoldeten Ton‑Skulpturen stellen eine künstlerische Aufarbeitung einer durch die synthetische Biologie beschleunigten Evolution dar. Die damit verbundene explosionsartige Zunahme des Wissens und der Wissensverbreitung ist durch die Multiplikation der Sinnesorgane (z.B. Nasen, Augen) und der Gehirndimensionen symbolisiert. Die Farbschüttungen reflektieren die Dynamik und die Unvorhersehbarkeit der Möglichkeiten einer von der synthetischen Biologie beeinflussten Entwicklung des Lebens.